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Was ist SwopShop

Alle 3 Jahre sind Mitarbeitende aus verschiedenen europäischen Ländern zum ‚SwopShop‘ eingeladen. Bei diesem Treffen für Kinder- und Teenie-Mitarbeitende geht es darum, Ideen und Erfahrungen aus der eigenen Arbeit mit Kindern und jüngeren Teenagern mitzubringen, sich darüber auszutauschen und gemeinsam weiter zu bilden. So fährt am Ende jede und jeder mit vielen neuen Anregungen inspiriert nach Hause.

>>> Matthäus 5, 38-48 >>>

Puuh, der heutige Text ist eine echte Herausforderung.
Mir kommen jedes Mal dieselben Gedanken. Ich soll mich nicht wehren, wenn mir jemand etwas Böses tun möchte? Wie geht das?

Jede normale Reaktion ist, ihm oder ihr dasselbe anzutun. Wütend zu sein und denjenigen auch etwas Böses zu tun. Aber Jesus möchte hier genau das Gegenteil bewirken.

In der Bergpredigt fordert Jesus die Menschen dazu auf, genau die Dinge zu tun, die für einen „normalen“ Menschen nicht nachvollziehbar sind. In unserem Leben sollen wir nicht Pläne schmieden , wie wir uns am besten rächen können, sondern Pläne machen, wie wir aus diesen Erfahrungen, etwas Gutes tun können. Genau das zu tun, was keiner von dir erwartet. Vergebung spielt hierbei eine sehr wichtige Rolle und erinnert mich an die Szene von der ich immer wieder fasziniert werde, wenn ich die Passionsgeschichte höre bzw. lese. Die Szene, als Jesus am Kreuz zu seinem Vater betet: „Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun!“ Er wurde tagelang gefoltert und ausgelacht. Er hat Schmerzen erlitten, die wir uns kaum vorstellen können und er bittet Gott um Vergebung. Er hat nicht darum gebeten, dass Sie Strafe erleiden sollen, sondern genau das Gegenteil davon. Jesus ist das beste Vorbild hierfür.

Ich wünsche dir und bete für dich, wenn du wieder in eine Situation gerätst, wo du Rachepläne schmiedest, denk daran, dass es dich kein Stück besser macht. Sondern du dich mehr von dem entfernst, worum es wirklich im Leben geht, nämlich Vergebung und nicht zu vergessen die Liebe.

Ivy Rendon aus Wuppertal

>>> Matthäus 6, 5-15 >>>

Zieh dich zurück, zünde eine Kerze an und lass dich ganz auf Gott ein. Denn er spricht mit dir. Wenn auch vielleicht nicht jetzt, aber dann später in irgendeiner Weise. So heißt es oft in Büchern, die uns das Beten „vereinfachen“ wollen, die uns „Leitfäden“ geben wollen. Aber der beste Leitfaden zum Beten steht in der Bibel und das ist unser heutiger Bibeltext.
Der Bibeltext heute ist ein Teil der Bergpredigt und in der Basisbibel überschrieben mit:
... beim Beten.

Ja „ ... beim Beten“ soll man Ruhe haben, soll man sich nicht stören lassen, soll man ganz bei Gott sein. Manchmal leichter gesagt als getan, finde ich.

Hast du immer Lust zum Beten?!
Oder brauchst du manchmal auch einfach nur jemanden zum Reden?!
Aber wir sollen ja nicht einfach darauf los beten laut Bibeltext ... Wir sollen mit Bedacht beten ... Mit Bedacht aussprechen was wir von ihm erbitten. Aber wenn Gott sowieso alles weiß, was wir brauchen, müssen wir dann überhaupt noch beten?!
Gott sei Dank, gab er uns da das „Vater Unser“. Nicht um ihm zu sagen was wir brauchen, sondern um uns auch immer wieder neu bewusst zu machen, um was wir Gott bitten. Es soll nicht ein Gebet sein, das jeden Sonntag brav im Gottesdienst nach der Predigt dahingesagt wird.
Das „Vater Unser“ muss man auch nicht oft aufsagen, aber wenn man es aufsagt dann mit vollem Ernst und Bewusstsein.
Man muss es auch nicht immer in der Gemeinde tun. Bete es doch einfach mal mit einem anderen älteren Menschen. Sie werden dir das Gefühl geben, dass sie es aus voller Überzeugung beten und dass sie das, was ihr gemeinsam betet, ernst meinen.
Dazu noch ein Text, der mich persönlich anspricht und aufzeigt, was das „Vater Unser“ für uns sein könnte.


Unterbrich mich nicht! Ich bete.

Vater unser, der Du bist im Himmel ...
Ja?

Unterbrich mich nicht! Ich bete.
Aber Du hast mich doch angesprochen!?

Ich Dich angesprochen? Äh ... nein, eigentlich nicht. - Das beten wir eben so: Vater unser, der Du bist im Himmel.
Da schon wieder! Du rufst mich an, um ein Gespräch zu beginnen, oder? Also, worum geht‘s?

Geheiligt werde Dein Name ...
Meinst Du das ernst?

Was soll ich ernst meinen?
Ob Du meinen Namen wirklich heiligen willst. Weißt Du, was das bedeutet?

Es bedeutet ... es bedeutet ... meine Güte, ich weiß nicht, was es bedeutet! Woher soll ich das wissen?!
Es heißt, dass Du mich ehren willst, dass Dir mein Name wertvoll ist.

Aha. Hm. Ja, das verstehe ich. – Dein Reiche komme, Dein Wille geschehe wie im Himmel also auch auf
Erden ...
Tust Du etwas dafür?

Dass Dein Wille geschieht? Natürlich! Ich gehe regelmäßig zum Gottesdienst, ich zahle Gemeindebeitrag und Missionsopfer.
Ich will mehr: dass Dein Leben in Ordnung kommt, dass Deine Angewohnheiten, mit denen Du anderen auf die Nerven gehst, verschwinden, dass Du von anderen her und für andere denken lernst; dass allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen, auch Dein Chef und Dein Lehrer. Ich will, dass Kranke geheilt, Hungernde gespeist, Trauernde getröstet und Gefangene befreit werden; denn alles, was Du diesen Leuten tust, tust Du doch für mich.

Warum hältst Du das ausgerechnet mir vor?! Was meinst Du, wie viele stinkreiche Heuchler in den Kirchen sitzen. Schau die doch an!
Entschuldige! Ich dachte, Du betest wirklich darum, dass mein Herrschaftsbereich kommt und mein Wille geschieht. Das fängt nämlich ganz persönlich bei dem an, der darum bittet. Erst wenn Du dasselbe willst wie ich, kannst Du ein Botschafter meines Reiches sein.

Das leuchtet mir ein. Kann ich jetzt mal weiter beten? Unser tägliches Brot gib uns heute ...
Du hast Übergewicht, Mann! Deine Bitte beinhaltet die Verpflichtung, etwas dafür zu tun, dass die Millionen Hungernden dieser Welt ihr tägliches Brot bekommen.

Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern ...
Und Heinz?

Heinz? Jetzt fang auch noch von dem an! Du weißt doch, dass er mich öffentlich blamiert hat, dass er mir jedes Mal dermaßen arrogant gegenübertritt, dass ich schon wütend bin, bevor er seine herablassenden Bemerkungen äußert. Und das weiß er auch! Er nimmt mich gar nicht ernst, er tanzt mir auf der Nase herum, dieser Typ hat ...
Ich weiß, ich weiß. - Und Dein Gebet?

Ich meinte es nicht so.
Du bist wenigstens ehrlich. Macht Dir das eigentlich Spaß, mit so viel Bitterkeit und Abneigung im Bauch herumzulaufen?

Es macht mich ganz krank!
Ich will Dich heilen. Vergib Heinz, und ich vergebe Dir. Dann ist Arroganz und Hass Heinz‘ Sünde und nicht Deine. Vielleicht verlierst Du Geld, ganz sicher ein Stück Image, aber es wird Dir Frieden ins Herz bringen.

Hm.
– Ich weiß nicht, ob ich mich dazu überwinden kann.
ICH helfe Dir dabei.

Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen ...
Nichts lieber als das! Meide bitte Personen oder Situationen, durch die Du versucht wirst.

Wie meinst Du das?
Du kennst doch Deine schwachen Punkte. Unverbindlichkeit, Finanzverhalten, Aggression, Erziehung. Gib dem Versucher keine Chancen!

Oh. - Ich glaube, dies ist das schwierigste Vaterunser, das ich je betete. Aber, es hat zum ersten Mal etwas mit meinem alltäglichen Leben zu tun.
Schön! Wir kommen vorwärts. Bete ruhig zu Ende.

Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
Weißt Du, was ich herrlich finde? Wenn Menschen, wie Du anfangen, mich ernst zu nehmen, echt zu beten, mir nachfolgen und dann das tun, was mein Wille ist. Wenn sie merken, dass Ihr Wirken für das Kommen meines Reiches sie letztlich selbst glücklich macht.

Rebekka Schramm