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Kirche Kunterbunt

Kirche Kunterbunt ist eine neue Form der kirchlichen Arbeit mit Kindern. Sie wendet sich vor allem an Kinder und ihre Familien/Bezugspersonen, die keinen oder nur wenig Kontakt zur Kirche haben. Inhaltliche Kernzielgruppe sind Kinder von 3-12 Jahren und alle die Lust darauf haben gemeinsam mit anderen kreativ zu werden, sich auszutauschen, Beziehungen zu knüpfen und über existenzielle Fragen ihres Lebens in Aktion und ins Gespräch zu kommen. Menschen die Gemeinschaft suchen, eine neue Wertorientierung und Freundschaft sind willkommen. Oft findet Kirche Kunterbunt ein bis zwei Mal im Monat statt. Manches Mal findet sie in der Kirche statt, manches Mal in Gemeindesälen, Turmhallen oder sogar Gaststätten. Es ist durchaus gewollt, dass sich durch diese stark kommunikativen und erlebnisorientierten Treffen ein lebendiges Beziehungsnetzwerk bildet, in dem Menschen sogar erste Schritte der Nachfolge einüben können.
 
Die Treffen sind zwei bis dreistündig angelegt und beinhalten folgende Phasen:
  1. Ankommen, Begrüßung         
  2. Kreativstationen zu einem biblischen Thema oder einer biblischen Geschichte
  3. Kurzer, kreativer, geistlicher Impuls zum Thema ggf. Einbeziehung der Stationen      
  4. Gemeinsames Essen/Tischgemeinschaft
  5. Verabschiedung – gesegnet in den Alltag gehen
Natürlich sind immer alle Generationen eigeladen dabei zu sein und mitzumachen. Der Fokus inhaltlich wie methodisch liegt aber auf den Kindern und ihren Familien/Bezugspersonen.
 
 
Ansprechperson:
Karin Toth, Religionspädagogik, Sonntagschulsekretärin

Karin Toth, Religionspädagogik, Sonntagschulsekretärin
ktoth@emk-jugend.de
T: 06236 5003049

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weitere Informationen:

 
Zielgruppen und Andockstellen:
  • Familien mit Kindern von 0-12 Jahren. Die Stationen sind meist für 3-12-jährige Kinder und ihre Eltern konzipiert.
  • Postmoderne Familien, die unter Alltagshektik und Berufsstress leiden, erleben „quality time“.
  • Kinder und Eltern aus Eltern-Kind-(Krabbel)Gruppen
  • Flüchtlingsfamilien können Gemeinschaft, kreative Betätigung, visuelle Verkündigung erfahren und erhalten Zugang zu einer christlichen Glaubenserfahrung.
  • Kirche Kunterbunt ist BUNT. So finden Familien mit Kindern mit besonderen Bedürfnissen eine entspannte und für ihre besonderen Bedürfnisse aufgeschlossene Mitarbeiter*innenschar, die sie liebevoll annehmen und ggf. unterstützen.
  • In sozial-diakonischen Projekten, die oft mit Kindern starten, ist Kirche Kunterbunt der passende nächste Schritt, da so auch die Eltern miteinbezogen werden können (systemischer Ansatz).
  • Kombiniert mit dem kirchlichen Unterricht oder einem TRAINEE-Programm kann Kirche Kunterbunt als „Praxisfeld“ für junge Nachwuchs-Mitarbeitenden mit aufgebaut werden.
 
 
Was Kirche Kunterbunt bewirken kann…
  • Kirchenferne Menschen, vor allem junge Familien, begegnen dem Evangelium und werden in eine christliche Gemeinschaft integriert (61% der Besucher*innen von Messy church-/Kirche Kunterbunt-Projekten sind kirchenfern lebende Menschen).
  • Kinder erleben ein unbedingtes angenommen sein. Sie werden als Gegenüber wahr- und ernstgenommen. Das Programm entspricht ihren Bedürfnissen nach Spannung und Entspannung sowie beziehungsorientierter Begegnung.
  • Junge Familien werden gestärkt, erleben ein kreatives Umfeld, genießen die Tischgemeinschaft, bekommen Kontakte zu anderen jungen Familien und können den christlichen Glauben für sich entdecken. Sie finden offenen Ohren für Fragen und Nöte.
  • Inklusionsprojekte, sozial-missionarische Projekte oder Migranten- und Integrationsprojekte bekommen ein geistliches Profil und entscheidende Impulse für die „systemische“ Weiterentwicklung, indem ganze Familien angesprochen werden können.
  • Kirche und christliche Organisationen werden als familienfreundlich wahrgenommen („Die tun was für uns…“)
  • Jugendliche (z. B. aus dem Kirchlichen Unterricht, aus einem TRAINEE-Programm, oder einfach Interessierte) finden ein kreatives und vielfältiges Erprobungsfeld. Das Kirche Kunterbunt – Team kann zu einer jugendlichen Aktiv-Gruppe werden.
  • Menschen aller Generationen können aus ihrer Vereinzelung treten und sich mit ihren Gaben in ein Team einbringen, wo sie in der Begegnung mit allen Generationen Freude und eine sinnvolle Aufgabe entdecken. Gemeinde wird wieder zum Lebens- und Begegnungs-(mittel)punkt.
 
 
Was Kirche Kunterbunt nicht ist…
  • Eine interne Gemeindeveranstaltung.
  • Ein Zubringer zum Sonntagsgottesdienst oder Generierung neuer Gemeindeglieder. Kirche Kunterbunt versteht sich als eine eigenständige Gemeinschaftsform, als ein neuer „kirchlicher Ort“.
  • Ein einzelnes Event. Über die monatlichen Treffen hinaus soll ein neues Beziehungsnetzwerk entstehen können. Mitmach- und Beziehungskirche braucht Zeit und Regelmäßigkeit damit Menschen in Kirche Kunterbunt Schritte des Glaubens gehen können.
  • Ein einmaliges Sonntagsevent anstatt des normalen Gottesdienstes. Kirche Kunterbunt findet zu der Zeit statt, die allen am besten passt. Manchmal am späten Freitag, am Samstagnachmittag – was immer für die meisten vor Ort stimmig ist.
  • Ein starres theoretisches Konzept. Kirche Kunterbunt ist unter dem Namen Messy Church eine breite Bewegung. Sie entwickelt sich, ist im Prozess und muss immer auch situationsorientiert umgesetzt werden.

Wie jede Konzeption braucht auch Kirche Kunterbunt Leitlinien oder Grundwerte, auf die sie sich beruft, denn überall wo Kirche kunterbunt draufsteht, soll auch Kirche Kunterbunt drin sein. Egal ob man mit seinen Lieben in eine Freie evangelische Gemeinde, in eine Gemeinde der Württembergischen Landeskirche, der Methodisten im Süden, Norden, Osten oder der Batisten geht. Wenn dort Kirche Kunterbunt angeboten wird, weiß man schon was man erwarten darf. Nämlich eine in Mitmachstruktur aufgebaute, niederschwellige und erfahrungsorientierte Form von Beziehungskirche für Groß und Klein. Wenn wir uns gleich mit den Grundwerten der Kirche Kunterbunt beschäftigen, werden wir entdecken, dass sie sehr gut zu den Leitlinien unserer EmK Arbeit mit Kindern passen. Zur Erinnerung: unser Slogan lautet: „Mit Kindern zu Christus gehen – mit Kindern bei Christus bleiben“. Die Leitlinien sind: persönlichkeitsbildend, christusorientiert, gesellschaftsbezogen, erlebnisorientiert und gemeindeintegrierend.

 
 
Die GRUNDWERTE von Kirche Kunterbunt lauten:
Gastfreundlichkeit: Man lebt eine Willkommenskultur. Neue werden willkommen geheißen. Jede/r bekommt ein Namensschild oder gestaltet es selbst, sodass man einander mit Namen ansprechen kann. Es gibt eine fröhliche Tischgemeinschaft als ein altes Kennzeichen der Christ*innen. Gott ist Gastgeber, wir alle sind seine Gäste. Es gibt Tischgebete und -lieder in verständlicher (Umgangs‑) Sprache und viele Tischgespräche.
Generationenübergreifend und BUNT: Familien und Menschen, die über Generationen hinweg das Evangelium kreativ leben wollen, können gemeinsam Glauben neu entdecken. Erwachsene lernen von Kindern, ihren ehrlichen, tiefen Fragen und Kinder lernen von den Erfahrungen der Erwachsenen. Es gibt kein Kinderprogramm mit Erwachsenenaufsicht – man begegnet sich auf Augenhöhe. Alle Stationen können von allen besucht werden. Jüngere und Ältere werden bei den Stationen und im Gottesdienst gleichzeitig angesprochen und helfen einander.
Kreativ, Erlebnis- Erfahrungsorientiert: Beteiligung wird bei Kirche Kunterbunt großgeschrieben. Kein „Wir für euch“, sondern ein „Wir mit euch“  an den Stationen, beim geistlichen Impuls, eventuell bis hin zum bring & share-Buffet. Ein gemeinsamer Lern-Raum eröffnet sich zum Entdecken des Evangeliums. Ein gemeinsamer Erfahrungsraum für Gottes Gegenwart entsteht.
Fröhlich feiernd: Kirche Kunterbunt soll eine „Auszeit“ zum Alltag sein. Im Mittelpunkt stehen die Gegenwart Gottes zu feiern, Gemeinschaft zu erleben, Essen zu genießen, das eigene Kreativsein und sich selbst neu zu entdecken.
Christuszentriert: Kirche Kunterbunt ist theologisch weit und hat immer Jesus Christus als Mitte. Glaube wird nicht belehrend, sondern praktizierend, gemeinschaftsstiftend und explorativ erlebt. Authentisches Christsein ist erlebbar. So wie Christus wollen wir ein beziehungsorientiertes Gemeindeverständnis leben und begleiten einander in Vertrauen, Respekt und Liebe.
 
 
Welche möglichen Aufgabenbereiche gibt es und welche Teams braucht es dafür?
  • Tischgemeinschafts- und Küchenteam sorgen für das Essen und die Getränke (Kochen, bring & share, Pizzaservice…), sie sorgen für die passende Tischdeko, das Tischgebet und für das Spülen.
  • Das Orgateam ist für die Teamtreffen, Mitarbeiter*innengewinnung und -begleitung zuständig. Sie verantworten die Öffentlichkeitsarbeit und die Finanzen. Alle Informationen der Teams laufen bei ihnen zusammen. Ein Programmablauf mit Zuständigkeiten wird erstellt und an alle Mitarbeiter*innen mindestens zwei Wochen vor der Veranstaltung verteilt.
  • Das Beziehungsteam organisiert die Willkommensphase, sorgt für Namensschilder und die Raum-Deko. Sie kümmern sich um die Gäste, sorgen für persönliche Ansprache und begleiten Neue. Sie nehmen Rückmeldungen auf, nehmen wahr welche Themen die Gäste beschäftigen und bringen das in das Gesamtteam ein.
  • Das Kreativteam entwickelt Kreativstationen (8-10 Stationen) zum Thema, sammelt Ideen, besorgen die benötigten Materialien und weist die Mitarbeiter*innen an den Stationen ein. Sie arbeiten selbst auch mit an Stationen und unterstützen Neue die sich in der Mitarbeit üben.
  • Das Impulsteam erarbeitet ein Thema, informiert das Kreativteam und sorgt für einen geistlichen Impuls. Dabei greifen sie auf Elementen aus den Stationen zurück. Sie moderieren bunt durch das Programm und sorgen für Lieder und Musik. Gebet und Segen sind wichtige Elemente.