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Arbeitshilfenbestellung

Alle verfügbaren Arbeitshilfen können telefonisch (0711 860068-0) beim Kinder- und Jugendwerk Süd bestellt werden.

>>> Johannes 10 >>>

Wenn Jesus vom guten Hirten spricht, klingt Psalm 23 mit, in dem Gott als Hirte besungen wird. Doch in unserem Text geht es nicht um die Suche nach guten Weideplätzen, sondern um den Einsatz des Hirten für die Schafe: Der gute Hirte wird sein Leben lassen für die Schafe (V.11). Jesus spricht im Johannesevangelium deutlich davon, dass sein Weg ihn ans Kreuz führen wird. Diese Rede stößt beim Publikum nicht nur auf Zustimmung. Einige bezeichnen Jesus als vom bösen Geist Besessenen – andere sehen die Rede in Verbindung mit Jesu Taten und sind deshalb bereit, sie anzunehmen. (V.19+20)

Jesus bezeichnet sich selbst als der gute Hirte und grenzt sich deutlich von einem ‚Mietling‘ ab, der für diese Aufgabe angemietet wurde und damit Geld verdient. Wenn dieser mit den Schafen in Gefahr gerät, wird er fliehen und die Schafe ihrem Schicksal überlassen, um sein eigenes Leben zu retten. Der Wolf reißt dann die Schafe und zerstreut sie, sodass auch der Schutz in der Herde verloren geht.

Was zeichnet den guten Hirten aus?

  • Der gute Hirte kennt seine Schafe genau und ist ihnen gut bekannt –  ihre Beziehung ist vergleichbar mit der Beziehung von Gott, dem Vater  und seinem Sohn Jesus Christus (V.15).
  • Der gute Hirte führt alle Schafe, die zu ihm gehören, zu einer großen Herde zusammen. Wer schon zur Herde des guten Hirten gehört, hat keine Exklusivrechte: Jesus hat noch anderswo Schafe, die er zu einer Herde zusammenführen will - niemand wird vergessen (V.16).
  • Der gute Hirte spricht mit seinen Schafen, sodass sie seine Stimmer genau (er-) kennen, und die Schafe hören auf ihn (V.16).
  • Der gute Hirte opfert sein Leben für die Schafe – so kann niemand die Schafe töten oder zerstreuen wie ein Wolf. Er entscheidet sich aus eigenem Willen dafür, sein Leben für die Schafe einzusetzen, denn niemand kann über ihn entscheiden (V.18). Damit tut er Gottes Willen (V.17), der den Tod am Kreuz und seine Auferstehung vorsieht.

Ich entdecke mich in diesem Text zuerst in den Schafen wieder. Es tut gut zu wissen, dass Jesus für mich sorgt, dass wir eine vertrauensvolle, enge Beziehung haben können, dass er mich vor Gefahr schützt und sogar sein Leben für mich einsetzt. Aber der gute Hirte, so wie Jesus ihn beschreibt, hat auch Vorbildfunktion für mich: Als Mitarbeitende z.B. in einer Kindergruppe habe ich ‚Hirtenfunktion‘ – meine persönliche Beziehung zu den Kindern und mein Einsatz für ihre Belange kann die eines ‚guten Hirten‘ sein (hoffentlich), wenn die Kinder spüren, dass sie mir wichtig sind und ich nicht nur Beschäftigung bieten will. Bei einer Umfrage von ehemaligen Sonntagsschülern im Großelternalter konnten alle Gefragten Einzelheiten von ihrer ‚Sonntagsschultante‘ bzw. ihrem ‚Sonntagsschulonkel‘ berichten und schwärmten davon, wie sehr sie die gemeinsame Zeit geschätzt haben – an biblische Inhalte, die vermittelt wurden, hatten sie dagegen keine Erinnerung.

Kathrin Mittwollen, Gelsenkirchen