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Juleica Grund- und Aufbaukurs

Der „Juleica Grund- und Aufbaukurs“ ist ein Schulungsangebot für Mitarbeitende und Interessierte aus den Bereichen Jungschar, Sonntagsschule, Teenies, Jugend, WesleyScouts, KU Camp, Wilder Süden und anderen
Freizeiten, die Hintergrundwissen und praktische Ideen für ihre Arbeit sammeln wollen.

Wie denken Kinder und Jugendliche überhaupt über „Gott und die Welt“, über Kirche und Glaube? Wie kann man ihnen Lebensfreude weitergeben, ihr Interesse wecken und Inhalte des christlichen Glaubens vermitteln? Wo liegt der Unterschied zwischen Kinder- und Jugendgruppen - worauf kommt es da an? Diese und viele weitere Fragen werden im Grund- und Aufbaukurs thematisiert. Außerdem erwartet dich eine Woche mit netten Leuten, coolen Andachten, vielen Möglichkeiten Neues zu entdecken und sich weiterzuentwickeln.

Mindestalter: 15 Jahre


Um welche Inhalte geht es?

Zum Kurs gehören beispielsweise folgende Themen und Arbeitsgebiete:

Inhalte Grundkurs

  • Grundbegriffe des Glaubens
  • Vom Text zur Andacht - wie mache ich das?
  • Gruppenpädagogik - Das Chaos verstehen
  • Aufbau einer Gruppenstunde - so wird’s ein Knüller!
  • Entwicklungspsychologie - Kinder & Jugendliche unterstützen
  • Warum ich Mitarbeiter*in bin
  • Alles rund um Rechte & Pflichten
  • Mein Selbstverständnis als Gruppenleiter*in
  • Umgang mit herausfordernden Kindern & Jugendlichen
  • EmK-Kunde & Verbandsarbeit
  • Tipps & Tricks zur Gesprächsführung
  • Öffentlichkeitsarbeit & Elternarbeit

 

Inhalte Aufbaukurs

  • Jungs und Mädels - richtig „gendern“
  • Entwicklung von Spiritualität bei Kindern & Jugendlichen
  • Vom Thema zur Andacht - wie mache ich das?
  • Präsentationstechnik - damit’s gut rüberkommt
  • Erste-Hilfe-Kurs
  • Spielepädagogik - welches Spiel für welchen Anlass?!
  • Kinder- & Jugendpolitik - weil ihr was bewegen könnt!

 

Der Grund- und der Aufbaukurs werden parallel angeboten, sodass alle Themenbereiche innerhalb von zwei Jahren erschlossen werden können. Für die Juleica ist nur der Grundkurs und der Nachweis eines Erste-Hilfe-Kurses notwendig. Den Aufbaukurs bieten wir als sinnvolle Ergänzung und Vertiefung an. Im gemeinsamen Plenum bei der Juleica Schulung finden folgende Veranstaltungen statt:

  • Erlebnispädagogik & Planspiele - Durchführung & Reflexion
  • Workshops zu vielfältigen Methoden
  • Kinderschutz - Leitlinien & Prävention
  • Andachten erarbeiten & in Kleingruppen halten
  • Umgang mit Medien
  • Erste Akkorde auf der Gitarre lernen (freiwillig)
  • Lieder, Fest & Gottesdienst

>>> Johannes 7 >>>

Wer kennt das nicht: Wir stehen auf einer Party, am Marktplatz oder an der Bushaltestelle in kleinen Grüppchen herum, es wird fröhlich geshakert und nette Geschichten erzählt. Einmal kommt einer dazu, grüßt in die Runde und meint zu mir: „Ach, wir kennen uns doch auch?!“ „Öh, ja? Stimmt...!“ denke ich mir und fühle mich erwischt, weil ich sie oder ihn nicht wirklich einordnen kann – unangenehm…

Was bedeutet schon kennen? Jeder von uns weiß, jemanden kennen ist nicht gleich kennen. Es gibt Menschen, die kennt man vom Sehen, weiß Ihren Namen und vielleicht noch was der oder die so im Alltag treibt – mehr oft nicht. Jemanden richtig kennen bedeutet Arbeit. Man muss sich immer wieder auf Mitmenschen einlassen, sich in sie hinein versetzen, mitunter auch mit Ecken und Kanten des anderen umgehen lernen. Da kommt die Frage auf: Wer kennt mich eigentlich?
Überleg mal einen Moment:
Gibt es einen oder mehrere Menschen, die dich als Person wirklich sehr gut kennen? Sind das viele Menschen?
Gibt es Menschen, die behaupten, dich als Person gut zu kennen, von denen du aber weißt, dass das nicht stimmt? Sind das mehr Menschen als die Anderen?
Den meisten geht es wohl so, dass sie sagen müssen: „Es gibt wesentlich mehr Menschen, die behaupten, mich zu kennen, als es Menschen gibt, die mich wirklich kennen. So ganz kenne ich mich noch nicht einmal selber.
Vom Kennen und nicht Kennen handelt auch die heutige Bibelstelle. Während des Laubhüttenfests lehrte Jesus öffentlich im Tempel in Jerusalem. Dabei - vermutlich ohne es zu ahnen - sorgte Jesus für ordentlichen Gesprächsstoff  beim Volk.
„Ist er DOCH der Messias?“ „Nein, er kann ja gar nicht der Messias sein!“
Was Jesus darauf sagt, lässt sich wie folgt zusammenfassen: „Ihr glaubt mich zu kennen. Ihr glaubt zu wissen, wer Gott ist. Liebe Freunde, ihr habt keine Ahnung, wer Gott wirklich ist! Ich aber kenne ihn, denn ich komme schließlich von ihm, ja ich stamme von ihm ab.“ Genau das könnte uns Jesus auch heute noch an den Kopf werfen: „Ihr habt doch keine Ahnung wer Gott ist!“
Jetzt werden sicherlich einige denken, was schreibt er da, was hat Jesus damit gemeint? Ich kenne doch Gott, ich lese regelmäßig in der Bibel, ich geh in den Gottesdienst und und… Es wird aber auch diejenigen geben, die dem innerlich zustimmen und denken: Na ja eigentlich ist es wahr was Jesus sagt. Ich bin sowieso auf Distanz zu Gott und zum Glauben, dann ist es wohl richtig, dass ich keine Ahnung habe.

Wer aber ist Gott? Ist er nicht viel größer, als wir uns das vorstellen können. Ist es nicht der Grund dafür, warum wir uns oft irgendein Bild von Gott machen, dass so oder so ähnlich unseren eigenen Vorstellungen entspricht. Woraus wir uns wiederrum Gott erklären und deshalb vielleicht auch meinen, ihn zu kennen. Doch bei diesem Bild muss es nicht bleiben. Der Weg in unserem Glauben nimmt unterschiedliche Kurven und Kreuzungen. So wird sich auch unsere Vorstellung über das, was Gott ist, verändern. Dennoch wird uns irgendwann klar, Gott interessiert sich für mich und mein Leben. Gott ist der, der mich kennt. Er will meinem Leben ganz nahe sein, ohne mich dabei zurechtzuweisen oder zu belehren, er hat mich zu allererst unendlich lieb. Noch bevor ich einen Schritt auf Gott zu mache, erlebe ich, wie ich angenommen werde. Gott macht sich bekannt, nicht zuletzt dadurch, dass er Mensch geworden ist – er will erkannt werden. In diesem Sinne, begib dich auf deine ganz eigene Suche nach ihm und werde fündig.

Moritz Krämer