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Arbeitshilfenbestellung

Alle verfügbaren Arbeitshilfen können telefonisch (0711 860068-0) beim Kinder- und Jugendwerk Süd bestellt werden.

>>> Johannes 6 >>>

Wer hat sich nicht schon einmal dabei ertappt, nichts von dem abzugeben, was man noch hat, weil es dann für einen selbst nicht mehr reichen könnte? Standest du schon mal vor dem Topf mit Essen und hast absichtlich nicht noch einmal gefragt, ob jemand anders noch Hunger hat, sondern hast dir einfach den letzten Rest selbst zugeteilt? Ist dir auch schon mal der Satz herausgerutscht: „Ne sorry, ich hab kein Geld mit“, wenn jemand dringend ein bisschen benötigte, obwohl das gar nicht der Wahrheit entsprach und du nur Angst hattest, später eventuell selbst nicht mehr genug zu haben? Situationen, in denen wir Hemmungen haben, großzügig und ohne Bedenken zu teilen, gibt es zu viele…
Jesus hatte dabei keine Hemmungen. Klar, er ist Gottes Sohn und er hatte auch nie Hemmungen, die größten und unbegreiflichsten Wunder zu vollbringen: Da ist die Vermehrung von Fischen und Broten wohl keine große Sache gewesen. Aber Jesus will seinen Jüngern und allen Menschen, die an ihn glauben, auch ein Vorbild sein.
Das beginnt schon damit, dass sein erster Gedanke, als er die große Menschenmenge sieht, die nur gekommen sind, um ihn zu sehen, die Sorge um ihr Wohlbefinden ist. Sein erstes Anliegen ist es nicht, sich darzustellen, sondern diesen vielen unbekannten Menschen zu dienen. Obwohl Jesus nun wusste, wie er sie alle versorgen wollte, fragte er Philippus nach seiner Meinung. Auf diesem Grundstein will auch Gott seine Beziehung mit uns aufbauen: Wir wissen um Gottes Allmacht und Allwissenheit, wir wissen, dass er jeden unserer Gedanken kennt, genau wie jeden Zentimeter unseres Körpers, denn er hat uns im Leib unserer Mutter geformt. Trotzdem ist Gebet, also das direkte Gespräch mit Gott, extrem wichtig, um die Beziehung zu ihm aufrecht zu erhalten und zu pflegen. Der Kontakt mit uns ist Gott ein großes Anliegen.
Philippus ist mit Jesu Handeln wahrscheinlich noch nicht vertraut genug, denn er sucht eine Lösung, die in menschlicher Kraft liegt. Auch wir sind das häufig nicht und erwarten Gottes Kraft nicht in übernatürlichem Maß. Doch Jesus beweist das Gegenteil. Er sorgt dafür, dass 2 Fische und 5 Brote genügen, um über 5000 Menschen zu sättigen. Auch hier ist er den Jüngern und Christen aus aller Welt, die die Bibel lesen, ein großes Vorbild. Einerseits verkörpert er, wie wichtig die Bereitschaft ist zu teilen, selbst wenn alle menschlichen Bedenken dagegen sprechen. Andererseits zeigt er uns auch, wie wir es tun sollen: nämlich mit einem Dankgebet an Gott, der uns segnet mit dem, was wir haben. Wir können das Geschenk der Gesundheit, des Friedens und eben auch des Lebensmittelwohlstands annehmen und haben dafür jeden Grund, Gott „Danke“ zu sagen. Dankbar, lebt sich’s leichter, das ist wirklich so und es vereinfacht die Bereitschaft zum Teilen enorm. Das Wunder, das Jesus vor 2000 vollbrachte, können wir uns jeden Tag als Vorbild nehmen, ihm ähnlicher zu werden und genauso bedenkenlos zu geben. Vielleicht werden deine Freunde nicht verstehen, warum du schon wieder dem unzuverlässigen Nachbarskind dein letztes Geld im Portemonnaie verliehen hast, aber dann kannst du ihnen schon aus Erfahrung sagen, dass Geben glücklich macht, denn die Erfahrung wirst du machen: Was du in Gottes Namen und in Liebe für deinen Mitmenschen tust, wird dir Segen im Überfluss bringen.

Anika Albani, Aue